Haftfestigkeitsprüfung gem. DIN EN ISO 2409 (Gitterschnitt) und DIN EN ISO 16276-2 (Kreuzschnitt)

Haftfestigkeitsprüfung
- DIN EN ISO 2409, Gitterschnittprüfung
- DIN EN ISO 16276-2, Kreuzschnittprüfung
- DIN EN ISO 4624, Stempelabrissprüfung
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Sonstige
Volkswagen
Leistungsumfang: Das bekommen Sie
01
Auswahl des geeigneten Prüfverfahrens
Die Auswahl des Prüfverfahrens richtet sich unter anderem nach der Schichtdicke, dem Beschichtungssystem, dem Grundmaterial und den jeweiligen Prüfanforderungen.
02
Normgerechte Durchführung
Die Prüfung erfolgt entsprechend dem jeweiligen Prüfverfahren und den Anforderungen der relevanten Norm.
03
Bewertung der Prüfergebnisse
Die Ergebnisse werden anhand der in den jeweiligen Normen definierten Bewertungskriterien beurteilt und dokumentiert.
Gitterschnittprüfung nach DIN EN ISO 2409
Die Gitterschnittprüfung ist ein standardisiertes Verfahren zur Beurteilung der Haftfestigkeit von Beschichtungen. Voraussetzung für eine aussagekräftige Prüfung ist die Auswahl eines geeigneten Schneidwerkzeugs und Schneidabstands entsprechend der vorhandenen Schichtdicke.
Die Beschichtung wird durch parallele Schnitte in zwei aufeinander senkrecht stehenden Richtungen bis zum Grundmaterial eingeschnitten. Dadurch entsteht ein definiertes Schnittgitter.
Nach dem Einschneiden des Gitters wird die Beschichtung entsprechend dem in der Norm beschriebenen Prüfablauf beurteilt. Die Bewertung erfolgt anhand der Gitterschnitt-Klassen Gt 0 bis Gt 5. Je geringer die Bewertungsstufe, desto besser ist die Haftung der Beschichtung.
Gitterschnitt-Klassen im Überblick
| Gitterschnittklasse | Beschreibung | Abgelöste Fläche |
|---|---|---|
| Gt 0 | Die Schnittkanten sind vollkommen glatt. Keines der Quadrate des Schnittgitters ist abgelöst. | 0 % |
| Gt 1 | An den Schnittpunkten des Gitters sind kleine Beschichtungsstücke abgelöst. | Bis 5 % |
| Gt 2 | Die Beschichtung ist entlang der Schnittkanten und/oder an Schnittpunkten teilweise abgelöst. | Mehr als 5 bis 15 % |
| Gt 3 | Die Beschichtung ist entlang der Schnittkanten teilweise oder vollständig abgelöst. | Mehr als 15 bis 35 % |
| Gt 4 | Die Beschichtung ist entlang der Schnittkanten stark abgelöst. | Mehr als 35 bis 65 % |
| Gt 5 | Die Beschichtung ist in einem größeren Bereich abgelöst. | Mehr als 65 % |
Kreuzschnittprüfung nach DIN EN ISO 16276-2
Für dickere Beschichtungen kann die Kreuzschnittprüfung eingesetzt werden. Dabei wird mit einem Einschneidenmesser ein Andreaskreuz mit einem Öffnungswinkel zwischen 30° und 45° bis zum Grundmaterial eingeschnitten.
Die Beschädigung der Beschichtung wird ausgehend vom Schnittpunkt anhand der in der Norm definierten Vergleichsbilder bewertet.
Verfahren im Vergleich: Gitterschnitt, Kreuzschnitt oder Stempelabrissprüfung?
Welches Prüfverfahren für Ihre Beschichtung geeignet ist, hängt unter anderem von der Schichtdicke, dem Beschichtungssystem, dem Grundmaterial und den jeweiligen Prüfanforderungen ab.
Gitterschnittprüfung – DIN EN ISO 2409
Die Gitterschnittprüfung ermöglicht eine schnelle und standardisierte Bewertung der Haftung von Beschichtungen. Das Ergebnis wird anhand der Gitterschnitt-Klassen Gt 0 bis Gt 5 bewertet.
Kreuzschnittprüfung – DIN EN ISO 16276-2
Die Kreuzschnittprüfung wird insbesondere für dickere Beschichtungssysteme eingesetzt. Dabei wird die Beschichtung durch ein definiertes Andreaskreuz eingeschnitten und die daraus resultierende Beschädigung anhand standardisierter Vergleichsbilder beurteilt.
Stempelabrissprüfung – DIN EN ISO 4624
Bei der Stempelabrissprüfung wird die Haftfestigkeit durch eine senkrecht zu beschichteten Oberflächen wirkende Zugkraft bestimmt. Das Verfahren ermöglicht die Ermittlung einer quantitativen Haftfestigkeit, die in der Regel als Zugspannung angegeben wird.
Welches Verfahren für Ihre Beschichtung geeignet ist, klären wir gerne gemeinsam mit Ihnen: Jetzt Beratung anfragen.
Ablauf: So läuft Ihre Prüfung ab
01
Anfrage & Beratung
Sie schildern uns Ihr Beschichtungssystem und Ihre Prüfanforderung. Gemeinsam klären wir, welches Prüfverfahren für Ihre Anwendung geeignet ist.
02
Probe einsenden
Sie senden Ihre beschichteten Proben an unser Prüflabor.
03
Prüfung durchführen
Die Prüfung wird entsprechend den jeweiligen Anforderungen durchgeführt.
04
Bewertung & Dokumentation
Die Prüfergebnisse werden entsprechend den jeweiligen Bewertungskriterien beurteilt und nachvollziehbar dokumentiert.
5 Gründe für unser Labor
- Verschiedene Prüfverfahren
- Normgerechte Prüfung
- Technische Expertise
- Individuelle Beratung
- Nachvollziehbare Bewertung
FAQ – Die wichtigsten Fragen
Welcher Schneidabstand ist bei welcher Schichtdicke erforderlich?
Der erforderliche Schneidabstand richtet sich nach der Schichtdicke sowie den Vorgaben der DIN EN ISO 2409. Für dünnere Beschichtungen werden geringere Schneidabstände verwendet, während bei zunehmender Schichtdicke größere Abstände erforderlich sein können.
Welche Gitterschnitt-Klasse ist akzeptabel?
Welche Gitterschnitt-Klasse akzeptabel ist, hängt von den jeweiligen Anforderungen an das Beschichtungssystem ab. Die DIN EN ISO 2409 beschreibt das Prüfverfahren und die Bewertung, legt jedoch nicht grundsätzlich für jede Anwendung einen allgemein gültigen Grenzwert fest.
In vielen technischen Spezifikationen oder Kundenvorgaben werden konkrete Anforderungen definiert. Grundsätzlich wiesen niedrige Gitterschnitt-Klassen auf eine gute Haftung der Beschichtung hin.
Was bedeutet Gt 0 bei der Gitterschnittprüfung?
Gt 0 ist die beste Bewertungsstufe bei der Gitterschnittprüfung. Die Schnittkanten sind glatt und es sind keine Ablösungen der Beschichtung innerhalb des Schnittgitters erkennbar.
Wann ist eine Stempelabrissprüfung sinnvoll?
Eine Stempelabrissprüfung nach DIN EN ISO 4624 kann sinnvoll sein, wenn eine quantitative Aussage über die Haftfestigkeit einer Beschichtung erforderlich ist.
Im Gegensatz zur Gitterschnitt- oder Kreuzschnittprüfung wird hierbei eine Kraft beziehungsweise Zugspannung ermittelt, bei der es zu einem Versagen des Beschichtungssystems kommt.
Welches Prüfverfahren ist für meine Beschichtung geeignet?
Die Auswahl des geeigneten Prüfverfahrens hängt unter anderem von der Schichtdicke, dem Beschichtungssystem, dem Grundmaterial und den jeweiligen Prüfanforderungen ab.


